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Europa geht beim Scheidungsrecht getrennte Wege

Europa geht beim Scheidungsrecht getrennte Wege

Brüssel. Nach rund zweijährigem Streit geht Europa beim Scheidungsrecht getrennte Wege. Neun EU-Länder einigten sich am Freitag beim Treffen der europäischen Justizminister in Brüssel auf ein gemeinsames Vorgehen, wie Justiz-Staatssekretär Lutz Diwell berichtete

Brüssel. Nach rund zweijährigem Streit geht Europa beim Scheidungsrecht getrennte Wege. Neun EU-Länder einigten sich am Freitag beim Treffen der europäischen Justizminister in Brüssel auf ein gemeinsames Vorgehen, wie Justiz-Staatssekretär Lutz Diwell berichtete. Der Initiative Frankreichs wollen sich Österreich, Spanien, Italien, Griechenland, Ungarn, Luxemburg, Slowenien und Rumänien anschließen. Deutschland ist vorerst nicht dabei, hält sich eine spätere Teilnahme aber offen. Bisher eilt in Streitfällen oft ein Partner vor das Gericht des Landes, das ihm das günstigere Scheidungsrecht bietet. Die neun Länder wollen Scheidungen für binationale Ehepaare erleichtern und bei der Kommission erstmals einen Antrag auf "verstärkte Zusammenarbeit" stellen. Profitieren könnten davon theoretisch auch Paare gleicher Nationalität, die in einem der neun Länder leben. In der Bundesrepublik laufen derzeit nach Angaben von Justiz-Staatssekretär Lutz Diwell Scheidungsverfahren für 30000 binationale Ehen. afp