Erste Festnahmen nach Mord an jungem Palästinenser

Tel Aviv/Gaza · Nach dem Mord an einem palästinensischen Teenager hat die israelische Polizei mehrere jüdische Tatverdächtige festgenommen. Polizeisprecher Mickey Rosenfeld bestätigte gestern, man gehe von einem „nationalistischen Motiv“ für die Tat aus.

Der Mord an dem jungen Araber sowie vorher an drei jüdischen Teenagern hatte einen der schlimmsten Gewaltausbrüche in Nahost seit Jahren ausgelöst.

Israels Luftwaffe und die im Gazastreifen herrschende Hamas setzten ihren Schlagabtausch am Sonntag trotz ägyptischer Bemühungen um eine Waffenruhe fort. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mahnte zu Zurückhaltung im Konflikt mit den Palästinensern.

Israel leitete zudem eine Untersuchung von Vorwürfen ein, Grenzpolizisten hätten einen palästinensischen US-Staatsbürger verprügelt. Bei dem Prügelopfer handelte sich nach den Berichten um den Cousin des 16-jährigen Palästinensers, der am Mittwoch tot aufgefunden wurde und nach vorläufigem Autopsiebericht bei lebendigem Leibe verbrannt ist. In Luftröhre und Lunge des 16-jährigen Mohammed Abu Chedair seien Spuren von Rauch gefunden worden, teilte der palästinensische Generalstaatsanwalt am Samstag nach einem vorläufigen Autopsiebericht mit.

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