Entspannen beim Sichern

Hamburg. In der Regel unterscheidet man zwischen drei Sicherungsvarianten: Beim Gesamt-Backup geht es um den kompletten Inhalt der Festplatte. Das dauert je nach Datenmenge ziemlich lange und wird daher von den meisten Nutzern nur in größeren Abständen vorgenommen

Hamburg. In der Regel unterscheidet man zwischen drei Sicherungsvarianten: Beim Gesamt-Backup geht es um den kompletten Inhalt der Festplatte. Das dauert je nach Datenmenge ziemlich lange und wird daher von den meisten Nutzern nur in größeren Abständen vorgenommen. Schneller geht ein Differential-Backup: Dabei werden nur die Dateien gespeichert, die sich seit dem letzten Gesamt-Backup verändert haben. Am raschsten erledigt ist das Zuwachs- oder inkrementelle Backup. Es hat allerdings den Nachteil, dass bei Datenverlust alle einzelnen Backups in der Reihenfolge ihrer Erstellung wieder auf die Festplatte gespielt werden müssen. Wer seine Daten dauerhaft schützen möchte, wählt am besten eine Kombination aus den drei Varianten. Damit das erste Gesamt-Backup nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt, empfiehlt es sich, vorher die Festplatte aufzuräumen und zu defragmentieren. Das Programm "PC Check & Tuning 2009", das auch beim Aufräumen hilft, kommt von Magix. Es stöbert mit wenigen Mausklicks temporäre Dateien auf, die sich dann löschen lassen. Sinnvoll ist es, zunächst eine komplette "Systemwartung" und "Basisprüfung" zu machen. Dabei wird das System eingehend getestet. Das Programm richtet sich an Einsteiger ebenso wie an Geübte, die nach einer Möglichkeit suchen, beispielsweise nach einem Systemabsturz den Rechner wieder stabil zum Laufen zu bringen. Für den Fall, dass das nicht klappt, liegt ein Gutschein für eine Profi-Systemanalyse bei. Die Oberfläche des Programms ist klar strukturiert, so dass die gewünschten Hilfestellungen schnell gefunden sind. Läuft alles rund, kann das Backup erstellt werden. Dabei unterscheidet das Programm, ob die Daten gebrannt oder auf einer externen Festplatte abgespeichert werden sollen. Günstige LösungenBeim Erstellen des Back-ups werden die Nutzer Schritt für Schritt durch ein Menü geleitet, in dem jeder Punkt erklärt wird. Das Programm kostet knapp 30 Euro. Nach dem Installieren von "InternetSecurity TotalCare 2010" von G Data überprüft das Programm alle Daten zunächst auf Viren hin. Ist die Festplatte virenfrei, stehen weitere Vorbereitungen der Sicherung an. So lassen sich mit dem "Tuning-Paket" einzelne Einstellungen treffen, die das komplette System schneller laufen lassen sollen und es parallel von Datenmüll befreien. Der Schwerpunkt der Software liegt aber beim Virenschutz. Die Lizenz für einen Einzelrechner kostet knapp 60, eine für drei Rechner knapp 75 Euro. Eine Version für Notebooks — "G Data NotebookSecurity 2010" ist für knapp 42 Euro zu haben. Ein reines Datensicherungsprogramm ist "AutoSave Essentials" von Avanquest. Es arbeitet mit übersichtlichen Sicherungsplänen, in denen sich einzelne Ordner oder sämtliche Dateien zur Sicherung auswählen lassen. Wer es ganz genau nimmt, geht das Backup zu unterschiedlichen Zeiten auf unterschiedlichen Medien über mehrfache Backup-Pläne an. Das Programm tut seinen Dienst im Hintergrund. Für Besitzer von Notebooks startet die Datensicherung automatisch, sobald das für das Backup vorgesehene Laufwerk angeschlossen wird. Die besonders einfach zu bedienende Software kostet knapp 30 Euro. Einen etwas anderen Ansatz verfolgt Symantec mit "Norton Online". Hier erfolgt die Datensicherung via Internet auf einem Online-Server. Der Nutzer kann Daten von bis zu fünf Rechnern sichern. Allerdings umfasst das Grundpaket nur eine Datenmenge von 25 Gigabyte (GB). Es gilt ein Jahr lang und kostet knapp 50 Euro. Unter www.symantec.com/de/de/norton/online-backup müssen die Nutzer ein kleines Programm herunterladen und installieren. Über ein Benutzerkonto lässt sich online auf die Dokumente, Fotos oder auch Musikdateien zugreifen. Das Sichern der Daten mehrerer Rechner funktioniert aber nur, wenn auf allen ein Windows-Betriebssystem läuft. Weitere 10 GB kosten 40, weitere 25 GB kosten knapp 55 Euro. dpa