Endlager Gorleben könnte deutlich mehr Atom-Müll aufnehmen

Endlager Gorleben könnte deutlich mehr Atom-Müll aufnehmen

Berlin. In einem möglichen Atommüll-Endlager Gorleben könnten mehr radioaktive Abfälle eingelagert werden als bisher offiziell bekannt. Zu dem hochradioaktiven Müll sollen auch bis zu 100 000 Kubikmeter abgereichertes Uran hinzukommen, das nicht in das Endlager Konrad für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden kann

Berlin. In einem möglichen Atommüll-Endlager Gorleben könnten mehr radioaktive Abfälle eingelagert werden als bisher offiziell bekannt. Zu dem hochradioaktiven Müll sollen auch bis zu 100 000 Kubikmeter abgereichertes Uran hinzukommen, das nicht in das Endlager Konrad für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden kann. Dies geht aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums an die Grünen-Abgeordnete Sylvia Kotting-Uhl hervor. Die Mengen würden bei weiten das Volumen hochradioaktiver Abfälle übertreffen, die auf 29 000 Kubikmeter geschätzt werden.Ob der Atommüll aber jemals nach Gorleben kommt, ist offen. Zwar wurden hier bereits mehr als 1,5 Milliarden Euro investiert, aber es gibt Zweifel an der Eignung des Salzstocks, der seit rund 30 Jahren als einzige Option für hoch radioaktiven Müll erkundet wird. Im nahe gelegenen Zwischenlager stehen bereits mehr als 100 Castorbehälter mit stark strahlendem Atommüll. dpa