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Die Linke will „angriffslustiger“ und „viel lauter“ werden

Die Linke will „angriffslustiger“ und „viel lauter“ werden

Nur noch 13,2 Prozent in "Meck-Pomm" für die Linken: So schwach war die selbsterklärte Partei der sozialen Gerechtigkeit im Nordosten Deutschland noch nie. Das Land ist eine ihrer Hochburgen: Zwischen 1998 und 2006 saß man sogar mit am Kabinettstisch. Diese Etabliertheit sei ihr nun wohl zum Verhängnis geworden. "In Meck-Pomm war die Stimmung klar gegen 'die da oben', und wir werden als Teil von denen da oben angesehen", meinte gestern ein altgedienter Spitzengenosse. Zwölf Prozent der Bürger, die 2011 noch für die Linke votiert hatten, entschieden sich diesmal für die AfD. Noch heftiger hatte es die FDP und die Grünen getroffen. Sie sind gar nicht mehr im Landtag vertreten. Groß waren die Parteien hier allerdings nie.

"Wir müssen und werden angriffslustiger in sozialen Fragen werden", gaben gestern die Linken-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger die neue Devise vor. Radikalere Töne empfahl auch Fraktionschefin Sahra Wagenknecht : Man müsse "zukünftig viel lauter und klarer Nein sagen zu Merkels unsäglicher Politik". Die Menschen müssten spüren, "dass wir nicht zu diesem neoliberalen Parteienblock gehören".