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Der Minister und die Letzte Generation: Wissing trifft "Klimakleber"

Es ist eine Premiere und sie dauert länger als geplant. Als erster Bundesminister seit Beginn der massiven Blockadeaktionen in Berlin hat sich Volker Wissing am Dienstag mit drei Vertretern der Klimagruppe Letzte Generation getroffen. Eine Stunde sollte das Gespräch dauern, am Ende werden es zwei. Danach spricht die Aktivistin Lea Bonasera von einem menschlich respektvollen Gespräch. Am Kurs der Letzten Generation ändert das aber nichts: Die Proteste sollen weitergehen. Auch bei den inhaltlichen Differenzen bleibt es.

Die Klimagruppe hat ihren Protest seit dem 19. April in der Hauptstadt verstärkt. Sie fordert eine „echte Verkehrswende“, wie Bonasera nach dem Gespräch mit Wissing bekräftigt. Konkret will die Letzte Generation ein generelles Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf Autobahnen und ein 9-Euro-Ticket im Nah- und Regionalverkehr - und einen „Gesellschaftsrat“ mit 160 gelosten Mitgliedern, der das Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle oder Gas in Deutschland bis 2030 konkret planen soll.

Forderungen, die Wissing ablehnt. Der FDP-Politiker äußert sich nach dem Gespräch nicht. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums teilte mit, es sei „ein sachlicher Austausch von Positionen und Argumenten“ gewesen.

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