. . .den Iran

Nach der Einigung auf ein Abkommen zum iranischen Atomprogramm hat es auf den Straßen von Teheran zunächst keine Freudenfeiern gegeben. Einwohner der iranischen Hauptstadt äußerten gestern aber die Hoffnung, dass die Aufhebung der schmerzhaften Finanz- und Handelssanktionen infolge des Abkommens zur Belebung der siechenden Wirtschaft führen.

Die über die Jahre von EU, USA und UNO verhängten Sanktionen haben im Iran zum Einbruch des Ölexports und des Handels geführt. Zudem ist die Inflation stark gestiegen und der Währungskurs abgestürzt. Trotz gewisser Verbesserungen seit dem Amtsantritt von Präsident Hassan Ruhani und der Wiederaufnahme der Atomgespräche im Herbst 2013 bleibt die Lage schwierig. Die Teheraner hoffen auch, dass das Abkommen Frieden in der Region bringen wird.

Die Spannungen zwischen Irsael und dem Iran werden sich wohl weiter verschärfen. Ruhani kritisierte das Land unmittelbar nach dem Atom-Deal. "Alle Anstrengungen des zionistischen Regimes sind heute gescheitert." Dies gelte vor allem für die Unterstellung, sein Land wolle Atombomben bauen. "Wir wollten nie eine Atombombe, ob nun mit oder ohne Einigung im Atomstreit", sagte Ruhani.

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