Das Chaos managen

Meinung:Das Chaos managen

Von SZ-RedakteurinMonika Kühborth

Wenn sich Lebensqualität in Euro und Cent berechnen ließe, wenn Zeitverlust und strapazierte Nerven kalkulierbar wären - es würde sich ein Schwindel erregender Betrag aufsummieren als Folge der überfallartigen Brückensperrung. Allein, damit wäre nichts gewonnen. Denn sobald die viel zu spät erstellten Gutachten auf dem Tisch lagen, blieb schlicht nur eine Möglichkeit: Reißleine ziehen.

Was nun noch hilft, ist erstens der Versuch, das Chaos bestmöglich zu managen. Das scheint in Arbeit zu sein. Und zweitens die schonungslose Analyse der Ursachen dieses Desasters. Damit sich derart peinliche Aktionen nicht wiederholen. Dass - ganz zum Schluss - auch die Schuldfrage zu beantworten ist, darf dabei aber nicht "vergessen" werden.