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Chronologie: Was seit Januarim Krisenland Venezuela geschah

Chronologie : Was seit Januar im Krisenland Venezuela geschah

Was bisher in dem lateinamerikanischen Krisenland geschah:

10. Januar Trotz internationaler Proteste lässt sich Maduro für eine zweite Amtszeit vereidigen. Einen Tag später kündigt Parlamentspräsident Juan Guaidó an, vorübergehend die Präsidentschaft zu übernehmen und Neuwahlen auszurufen.

Ende Januar Das EU-Parlament erkennt Guaidó als Interimspräsidenten Venezuelas an. Zwei Tage zuvor sterben Menschen bei Unruhen.

Ende Februar Venezuela schließt Teile der Grenze zu Kolumbien. Bei dem Versuch, Hilfsgüter über die Grenze zu bringen, gibt es laut UN vier Tote und mehr als 300 Verletzte.

Anfang März Ein massiver Stromausfall legt weite Teile Venezuelas lahm. Auf den Straßen, in Krankenhäusern und auf Flughäfen herrscht Chaos. US-Diplomaten müssen das Land auf Anweisung Maduros verlassen. Deutschland zieht daraufhin Botschaftspersonal aus Caracas ab.

Ende März Der Rechnungshof untersagt Guaidó die Ausübung politischer Ämter für 15 Jahre. Wenige Tage später befürchtet er die Festnahme; die regierungstreue verfassunggebende Versammlung entzieht ihm die Immunität als Parlamentspräsident.

April Maduro bittet die Regierungen von Mexiko, Uruguay, Bolivien und der karibischen CARICOM-Staaten darum, einen Dialog mit der Opposition einzufädeln. Guaidó ruft zu neuen Protesten auf. Zwei Tage später setzen sich die USA im Weltsicherheitsrat für einen Machtwechsel in Venezuela ein. Maduro erklärt sich zur Annahme internationaler Hilfe bereit, die Hilfsgüter kommen wenige Tage später im Land an.

1. Mai Der Machtkampf spitzt sich zu. Soldaten befreien Guaidó-Anhänger Leopoldo López aus dem Hausarrest. Die Gewalt eskaliert. Ein Militärfahrzeug fährt in eine Gruppe Demonstranten.

Juni/Anfang Juli Stagnation und teils ruhigere Töne. Der im März aus Venezuela ausgewiesene deutsche Botschafter Daniel Kriener darf wieder in das südamerikanische Land zurückkehren.