Chronologie: Was bisher im Fall Walter Lübcke geschehen ist

Chronologie : Die Ereignisse im Mordfall Walter Lübcke

Vor über zwei Wochen wurde Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) erschossen. Die Chronologie der Ereignisse:

2. Juni: Ein Angehöriger findet um 0.30 Uhr Lübcke mit einer Kopfwunde auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha (Kreis Kassel). Gegen 2.35 Uhr wird der Tod Lübckes festgestellt. Polizei und Landeskriminalamt ermitteln wegen unklarer Todesumstände.

3. Juni: Die Ermittler erklären, dass Lübcke durch einen Kopfschuss aus nächster Nähe getötet wurde. Täter und Motiv sind unklar. Eine 50-köpfige Sonderkommission wird eingerichtet.

5. Juni: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisiert Reaktionen in sozialen Netzwerken zu Lübckes Tod, die „zynisch, geschmacklos, abscheulich, in jeder Hinsicht widerwärtig“ seien. In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ bitten Ermittler um Zeugenhinweise. Über 200 Hinweise gehen in den kommenden Tagen ein.

8. Juni: Bei einem Polizeieinsatz an einem Nordsee-Fährhafen wird eine Person in Gewahrsam genommen und einige Stunden später wieder auf freien Fuß gesetzt. Es hätten sich keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung an der Tat ergeben.

13. Juni: In Kassel nehmen über 1300 Menschen bei einem Trauergottesdienst Abschied.

15. Juni: Spezialeinheiten der Polizei nehmen in Kassel einen 45-jährigen Tatverdächtigen fest. Grund seien DNA-Spuren.

16. Juni: Gegen den Mann wird Untersuchungshaft erlassen, er kommt in die Justivollzugsanstalt Kassel I. Die Ermittler sprechen erstmals von Mord.

17. Juni: Nach Hinweisen auf einen rechtsextremen Hintergrund übernimmt der Generalbundesanwalt die Ermittlungen.