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Bunte Quadrate erobern die Welt

Bunte Quadrate erobern die Welt

Los Angeles. Im Zeitalter ausgefeilter Computerspiele ist Tetris ein Relikt aus einer anderen Ära. Das Spiel kommt ohne Aggressionen aus, ohne Kämpfe mit Gegnern, ohne virtuelles Blutvergießen und ohne aufwändige visuelle Effekte. In diesem Monat wird Tetris, eines der erfolgreichsten Computerspiele aller Zeiten, 25 Jahre alt

Los Angeles. Im Zeitalter ausgefeilter Computerspiele ist Tetris ein Relikt aus einer anderen Ära. Das Spiel kommt ohne Aggressionen aus, ohne Kämpfe mit Gegnern, ohne virtuelles Blutvergießen und ohne aufwändige visuelle Effekte. In diesem Monat wird Tetris, eines der erfolgreichsten Computerspiele aller Zeiten, 25 Jahre alt. Die Schlichtheit seiner streng geometrischen Formgebung fasziniert weiterhin Millionen von Spielern. Fast schon vergessen ist, dass die Wurzeln des Computer-Hits ausgerechnet in der Sowjetunion liegen. "Ich hätte nie gedacht, dass diese Sache einmal so groß wird", sagt Alexei Patschitnow. Der russische Elektronikfachmann war 29 Jahre alt und arbeitete für die Computerakademie in Moskau, als er im Juni 1984 das Programm für Tetris entwickelte. Das Konzept ist so simpel wie knifflig: Unterschiedlich geformte rechtwinklige Figuren, die sich alle aus vier kleinen Quadraten zusammensetzen, mussen möglichst lückenlos aufeinandergestapelt werden. "Rätsel und Geschicklichkeitsspiele haben mich immer schon fasziniert", sagt Patschitnow. "Bei der Arbeit habe ich mir damit die Zeit vertrieben. " Der Durchbruch auf dem Weg zur Spiele-Sensation begann, als Henk Rogers, der Chef des US-Unternehmens Blue Planet Software, Tetris 1988 auf einer Computermesse entdeckte. "Ich konnte nicht mehr davon ablassen", sagt Rogers heute. afp