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Bundeswehr-Arzt sieht Einsatzbereitschaft der Rekruten in Gefahr

Nachwuchs-Probleme : Einsatzkraft der Bundeswehr durch Übergewichtige bedroht

Der moderne Lebeswandel der Rekruten macht der Bundeswehr Probleme bei der Nachwuchssuche.

In der Bundeswehr greift die Sorge sich, dass der ungesunde Lebensstil junger Leute zunehmend die militärische Einsatzfähigkeit beeinträchtigt. Rekruten seien oft mental und körperlich den Anforderungen der Grundausbildung nicht mehr gewachsen, sagte der Leiter des Instituts für Präventivmedizin der Bundeswehr, Professor Dieter Leyk, in einem Interview mit dem Magazin des Deutschen Bundeswehrverbandes. Für die Bundeswehr werde es immer schwieriger, eine möglichst hohe Zahl einsatzbereiter und leistungsstarker Soldaten zu erreichen.

Dafür machte der hohe Sanitätsoffizier gesellschaftliche Trends wie ungesunde Ernährung, Dauersitzen, den exzessiven Umgang mit digitalen Medien und den Stellenwert von Freizeit und Freiheiten gegenüber beruflichen Belastungen verantwortlich. Es sei kaum verwunderlich, dass sich die veränderten Lebenswelten und Einstellungen in der Gesellschaft auch auf Soldaten und deren Einsatzfähigkeit auswirkten. Leyk schlug Anreizsysteme vor, damit sich Soldaten gesund und fit halten – etwa durch Beförderungen. „Menschen können gelenkt und beeinflusst werden. … Was genutzt werden kann, ist der Egoismus der Menschen.“