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Bundesregierung sieht Fortschritte beim Umweltschutz

Bundesregierung sieht Fortschritte beim Umweltschutz

Berlin. Die Bundesregierung sieht Deutschland als globalen Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz. Das Bundeskabinett beschloss gestern den Umweltbericht 2010, der die Umweltpolitik der vergangenen vier Jahre analysiert. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) betonte das große wirtschaftliche Potenzial in diesem Bereich

Berlin. Die Bundesregierung sieht Deutschland als globalen Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz. Das Bundeskabinett beschloss gestern den Umweltbericht 2010, der die Umweltpolitik der vergangenen vier Jahre analysiert. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) betonte das große wirtschaftliche Potenzial in diesem Bereich. Der deutsche Anteil am Weltmarkt für Umwelttechnologien und -dienstleistungen betrage 224 Milliarden Euro, das sind 16 Prozent. "Unsere Kernkompetenzen liegen insbesondere in der umweltfreundlichen Energie-Erzeugung sowie in der Trennung und Verwertung von Abfall", sagte Röttgen. Damit sei der Umweltsektor nicht nur Wachstumstreiber, sondern auch Beschäftigungsmotor. Auch im Klimaschutz hat Deutschland laut Röttgen seine Ziele erreicht: Das im Kyoto-Protokoll international gesteckte Ziel, den nationalen Treibhausgas-Ausstoß im Vergleich zu 1990 bis 2010 um 21 Prozent zu senken, werde voraussichtlich übererfüllt: Ende 2009 habe Deutschland bereits eine Reduktion von über 25 Prozent erreicht.Umweltschützer kritisieren aber, dass die Bundesregierung weiter stark auf Strom aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken setzt und die Lkw-Maut für schadstoffreiche Fahrzeuge nicht wie geplant erhöht. Lob bekam die Regierung für ihre Umweltpolitik aus Brüssel, wo auch der EU-Umweltbericht vorgestellt wurde. Der Einsatz, die Gesetzgebung und die Umsetzung seien "exzellent", sagte die Direktorin der Europäischen Umweltagentur (EUA/Kopenhagen), Jacqueline McGlade. dpa