Bundesagentur will auf Eintreiben von Kleinbeträgen verzichten

Bundesagentur will auf Eintreiben von Kleinbeträgen verzichten

Jobcenter wollen künftig auf die Rückforderung von Kleinbeträgen an zu viel gezahltem Hartz-IV-Geld verzichten. Es gebe den Vorschlag, eine „Bagatellgrenze“ einzuführen, berichtete das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt.

Sie solle bei 50 Euro liegen. Die Kosten für das Eintreiben lägen oft um ein Vielfaches höher als die Forderung selbst. Zudem sei die Aussicht, die Beträge zurückzuerhalten, oft gering. Die Jobcenter hätten meist mit Menschen zu tun, die mit jedem Cent rechnen müssten. "Das sind ja keine Millionäre, die davon profitieren", so Alt. Der Vorstoß ist Teil eines Vorschlagspakets der Bundesagentur zur Vereinfachung von Hartz-IV-Regelungen. Die letzte Entscheidung darüber liegt aber beim Gesetzgeber.