BND-Chef Schindler muss gehen

Berlin · Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler , wird abgelöst. Sein Nachfolger an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes wird der Verwaltungsbeamte Bruno Kahl (53), ein Vertrauter von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU ). Sicherheitskreise bestätigten gestern Abend entsprechende Berichte von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR.

Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Es wird erwartet, dass Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU ) heute den Wechsel verkünden wird.

Unklar sind bislang die Gründe für die Ablösung Schindlers. In Sicherheitskreisen wurde vermutet, dass angesichts der Reformdebatten um den BND ein klarer Schnitt signalisiert werden sollte. Schindler war im vergangenen Jahr unter Druck geraten, nachdem bekannt geworden war, dass der BND in seiner Abhörstation in Bad Aibling Suchbegriffe des US-Geheimdienstes NSA eingesetzt hatte, mit denen auch europäische Verbündete ausspioniert worden waren. Dennoch kommt der Wechsel überraschend. Der 63-Jährige steht seit 2012 an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes, der 6500 Mitarbeiter hat.

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