Blitz-Winter verursacht Chaos - Minus-Rekord im Saarland

Blitz-Winter verursacht Chaos - Minus-Rekord im Saarland

Berlin/Paris/Perl. Außergewöhnlich frühe Schneefälle und frostige Temperaturen haben am Wochenende halb Europa einen Vorgeschmack auf den Winter gegeben. Der Blitz-Winter stürzte vor allem Auto- und Bahnfahrer ins Chaos: In Sachsen, Thüringen und Teilen Bayerns war der Bahnverkehr eingeschränkt

Berlin/Paris/Perl. Außergewöhnlich frühe Schneefälle und frostige Temperaturen haben am Wochenende halb Europa einen Vorgeschmack auf den Winter gegeben. Der Blitz-Winter stürzte vor allem Auto- und Bahnfahrer ins Chaos: In Sachsen, Thüringen und Teilen Bayerns war der Bahnverkehr eingeschränkt. Auf den Straßen gab es bundesweit zahlreiche Unfälle, in Baden-Württemberg starb ein 18-jähriger Autofahrer. In Frankreich kamen wegen des Wetters drei Menschen ums Leben; zwei weitere, die Opfer starker Stürme wurden, gelten noch als vermisst. Im Südosten Polens starben drei Männer wegen der Kälte.In vielen Regionen Deutschlands hatte es am Wochenende so stark geschneit wie noch nie in einem Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Teilweise wurden 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee gemessen. "Das ist für den Oktober schon spektakulär", sagte Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Die Temperaturen waren in den vergangenen Tagen nach Angaben des DWD um 20 Grad gefallen.

Im Saarland wurde dabei ein neuer Minus-Rekord erreicht: In der Nacht zum Sonntag registrierten der DWD mit minus 6,7 Grad in Perl/Nennig einen neuen saarländischen Tiefstwert für den Monat Oktober. Das sagte Expertin Paetzold zur SZ. Zuvor habe der niedrigste Wert in Perl/Nennig bei minus 5,6 Grad gelegen, gemessen im Oktober 2009. dpa/afp/jos