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Berlusconi legt sich jetzt mit Italiens Präsident Napolitano an

Berlusconi legt sich jetzt mit Italiens Präsident Napolitano an

Rom. Nach der Aberkennung seiner Immunität durch das Verfassungsgericht hat sich der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi als Opfer einer politischen Verschwörung dargestellt. Präsident Giorgio Napolitano sei von einer "linken Mehrheit" gewählt worden und habe entsprechende Verfassungsrichter ernannt, erklärte Berlusconi gestern

Rom. Nach der Aberkennung seiner Immunität durch das Verfassungsgericht hat sich der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi als Opfer einer politischen Verschwörung dargestellt. Präsident Giorgio Napolitano sei von einer "linken Mehrheit" gewählt worden und habe entsprechende Verfassungsrichter ernannt, erklärte Berlusconi gestern. Der Justiz warf er "lächerliche" und "absurde" Entscheidungen vor. Nachdem das Verfassungsgericht am Mittwochabend ein Gesetz kassierte, das Berlusconi im Amt Immunität gewährleistete, muss er nun mit Strafverfolgung rechnen. Die beiden noch anstehenden Strafverfahren gegen ihn verjähren nach Angaben seines Anwalts zwischen 2011 und 2013. Aus dem Präsidentenpalast in Rom kam umgehend eine scharfe Zurechtweisung: "Jeder weiß, auf welcher Seite der Präsident steht, auf der Seite der Verfassung - und er übt seine Funktionen mit absoluter Unparteilichkeit aus." Berlusconi erwiderte, es interessiere ihn nicht, was der Staatschef erkläre. "Ich habe den Eindruck, dass man sich über mich lustig macht, und das interessiert mich nicht. Basta", sagte er. afp