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Bahnstreik belastet Klimabilanz

Bahnstreik belastet Klimabilanz

Der Bahnstreik schadet auch dem Klima. Weil die Kunden auf Autos und Busse ausweichen, werden in einer Woche Ausstand 167 000 Tonnen CO{-2} zusätzlich ausgestoßen. Das haben Experten der Agentur für Erneuerbare Energien ausgerechnet.

Die Menge ist so viel, wie rund 1,5 Millionen Kühlschränke bei normalem Strommix in einem Jahr verbrauchen. Oder 30 000 Einfamilienhäuser jährlich beim Heizen ausstoßen.

Die Agentur nahm bei ihrer Berechnung nach eigenen Angaben an, dass zwei Drittel der Züge ausfallen und sich die Reisenden auf andere Verkehrsmittel verteilen. Noch nicht mit in die Rechnung einbezogen wurde der Güterverkehr, wo die Bahn das klimafreundlichste Verkehrsmittel ist. Im Personenverkehr ist die Bahn zwei Drittel umweltfreundlicher als Autos.

"Der Ausstand bei der Bahn ruft uns die überfällige Energiewende im Verkehrssektor in Erinnerung", sagte der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, Philipp Vohrer, unserer Zeitung. Anders als im Stromsektor sei ein Umstieg auf Erneuerbare Energien auf der Straße bisher weitgehend ausgeblieben. "Das hat zur Folge, dass die Klimagas-Emissionen steigen, wenn die Bahn ausfällt." Allerdings könne das Unternehmen auch selbst mehr für die erneuerbaren Energien tun, sagte Vohrer.