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Bahn investiert Milliarden in Bahnhöfe

Bahn investiert Milliarden in Bahnhöfe

Im Saarland werden Anlagen in Eppelborn, Sulzbach, Bexbach, Bübingen, Hanweiler und Auersmacher modernisiert.

(dpa/SZ) Neue Rolltreppen, Aufzüge und Anzeigetafeln: Die Deutsche Bahn will in den kommenden fünf Jahren 5,5 Milliarden Euro in ihre Bahnhöfe investieren. Damit steigen die Ausgaben auf ein Rekordniveau, wie der Bundeskonzern gestern mitteilte. So werden die Hauptbahnhöfe von Dortmund, Münster, Frankfurt, München und Stuttgart umgestaltet. Auch eine Reihe mittelgroßer und kleiner Bahnhöfe soll modernisiert werden und beispielsweise Rampen für barrierefreie Zugänge erhalten. Im Saarland sind in diesem und im kommenden Jahr nach Konzern-Angaben Investitionen von rund zehn Millionen Euro vorgesehen. Demnach sollen die Bahnhöfe in Eppelborn, Sulzbach und Bexbach auf Vordermann gebracht werden und Aufzüge erhalten. Zudem sollen die Haltepunkte in Bübingen, Auersmacher und Rilchingen-Hanweiler barrierefrei werden.

Bundesweit werden laut Bahn allein in diesem Jahr rund 200 Bauprojekte an den Bahnhöfen begonnen, gleichzeitig werden über 200 Modernisierungsmaßnahmen fertiggestellt. "Nach der Investitionsoffensive in das Netz folgen nun die Bahnhöfe", sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla und betonte: "Wir investieren dort, wo Verbesserungen für unsere Kunden direkt spürbar sind: In die Barrierefreiheit, in höhere Aufenthaltsqualität in unseren Bahnhöfen, in digitalen Service und eine höhere Zuverlässigkeit von Aufzügen und Rolltreppen." Im Herbst sollen die ersten der 82 größten Bahnhöfe neue Empfangsschalter bekommen. Die neue "DB Information" wird mehr Monitore sowie Selbstbedienungsterminals bekommen, was Warteschlangen verkürzen soll. In Augsburg wird jetzt zunächst getestet, ob die gelben Fahrplan-Aushänge durch Bildschirme ersetzt werden können, die dann auch Verspätungen abbilden.

In vielen Bahnhöfen werden zudem die Toiletten renoviert, sie sollen "frischer und einladender wirken". Ab Juli sollen Bahnhöfe zielgerichteter gereinigt werden. Geplant ist auch, dass Kunden Verschmutzungen über Whatsapp melden können. Dazu laufen Tests in Berlin und Hannover.