Wikileaks-Gründer Assange muss knapp ein Jahr ins Gefängnis

Assange verurteilt : Wikileaks-Gründer Assange muss für fast ein Jahr in Haft

Wikileaks-Gründer Julian Assange muss wegen Verstoßes gegen britische Kautionsauflagen für 50 Wochen ins Gefängnis. Richterin Deborah Taylor sagte am Mittwoch, sie sei nur knapp unter der Höchststrafe von einem Jahr geblieben, weil Assange mit seiner Flucht in die Botschaft Ecuadors die Auflagen besonders eklatant missachtet habe.

Assange hatte 2012 in der Botschaft um Asyl gebeten, um zu verhindern, dass er nach Schweden ausgeliefert wird. Dort wurde gegen ihn wegen Vergewaltigung und sexuellen Übergriffs ermittelt. Seine Verteidigung argumentierte, Assange sei verzweifelt gewesen, weil er gefürchtet habe, an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm Strafverfolgung wegen Veröffentlichungen auf Wikileaks drohten.

Assange erhielt in der Botschaft Asyl, konnte aber nicht ausreisen, weil ihm die sofortige Festnahme drohte. Im April wurde er der Botschaft verwiesen und verhaftet. Vor Gericht bat er um Milde, weil er schließlich fast sieben Jahre in der Botschaft wie gefangen gewesen sei. Richterin Taylor ließ das nicht gelten.

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