1. Nachrichten
  2. Politik
  3. Ausland

Verteidigungsminister treffen sich imaarland und sprechen über europäische Verteidigungspolitik

Treffen der Verteidigungsminister im Saarland : Berlin, Paris und London wollen Antiterror-Kampf in Mali fortsetzen

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) berät in Saarlouis und Dillingen mit ihren Amtskollegen Florence Parly (Frankreich) und Ben Wallace (Großbritannien) über die Zukunft der europäischen Verteidigungspolitik.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien halten ungeachtet des Putsches in Mali weiter an ihrem Engagement gegen den Terrorismus in dem Land fest. „Das Engagement ist weiter notwendig, weil der Terrorismus nach wie vor eine große Bedrohung auch für uns hier ist“, sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Freitag nach Gesprächen mit ihren Amtskollegen Florence Parly und Ben Wallace in Dillingen. Die drei Verteidigungsminister forderten die Putschisten auf, schnellstmöglich umzusetzen, was sie zugesagt hätten, „nämlich die Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung“, so Kramp-Karrenbauer.

„Wir werden den Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen, denn er ist noch längst nicht beendet“, sagte auch die französische Verteidigungsministerin Parly. „Es geht hier um eine Sicherheitsherausforderung für die Sahelzone, aber auch für ganz Europa.“ Die malischen Streitkräfte führten ihre Einsätze trotz des Putsches fort. Der britische Verteidigungsminister Wallace forderte ebenfalls die Rückkehr zu einer zivilen Regierung in Mali. „Stabilität muss in diesem Teil der Welt wieder hergestellt werden“, sagte er.

Aufständische Militärs hatten in Mali am vergangenen Dienstag Präsident Ibrahim Boubacar Keïta zum Rücktritt gezwungen. Sie kündigten die Bildung eines Übergangskomitees an, das demnächst Wahlen abhalten solle.

(dpa)