Wende im Ukraine-Krieg? Wie Moskau seine Verluste schönredet

Moskau · Nach russischen Gebietsverlusten in der Ukraine gaukelt der Kreml Normalität vor. Die Propagandisten schäumen vor Wut und wollen „alle Panikmacher erschießen“.

Ukrainische Soldaten fahren auf einem gepanzerten Fahrzeug auf einer Straße. Ukrainische Soldaten konnten zuletzt Erfolge feiern.

Ukrainische Soldaten fahren auf einem gepanzerten Fahrzeug auf einer Straße. Ukrainische Soldaten konnten zuletzt Erfolge feiern.

Foto: dpa/Leo Correa

Plötzlich ist „Krieg“ im russischen Staatsfernsehen. Die „militärische Spezialoperation“, wie Russland seinen Überfall auf die Ukraine seit Februar euphemistisch bezeichnet, hat sich fast unmerklich aus dem Wortgebrauch der Propagandisten zurückgezogen. „Wojna“, sagt ein Soldat von der Front im Donbass, den ein Reporter des Staatssenders Rossija 1 in seinem Beitrag zeigt. „Wojna“, meint ein Fraktionsvorsitzender der Duma in einer Talkshow des staatsnahen Senders NTW. Krieg. Ein Wort, das zu gebrauchen im Russland dieser Tage Strafermittlungen nach sich ziehen könnte.