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Trumps Nahost-Plan: Schwere Friedenssuche

Kommentar : Schwere Friedenssuche

Man kann es sich einfach machen und Trump und Netanjahu schnell als Totengräber einer Nahost-Friedenslösung bezeichnen, nachdem der vorgestellte Plan die Palästinenser nach deren Ansicht deutlich benachteiligt.

Dennoch betritt Trump mit seinen Ideen Neuland – erstmals wird ein palästinensischer Staat mit fest definierten Grenzen und Gebiets-Zugeständnissen Israels als Ziel auf den Tisch gelegt. Doch ist Widerstand programmiert. Zumal die Vergangenheit zeigt, dass es bisher fast immer die PLO war, die vielversprechende Vorstöße torpedierte. Seit Langem waren Friedensgespräche schon von Beginn an klinisch tot.

Daran wird sich nun wohl auch nichts ändern. Zumal der Wahlkampf in Israel das Timing der Initiative mitbestimmt hat und der US-Präsident seinem nun angeklagten Verbündeten Netanjahu den Rücken stärken will. Aussichten auf einen langfristigen Frieden wird es ohnehin nur geben, wenn anderes erfüllt ist: Die radikale Hamas muss ebenso wie Israels Erzfeind Iran das Existenzrecht eines jüdischen Staates endlich hundertprozentig akzeptieren.