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Staatsbürgerschaftsgesetz: Tote bei Protesten während Trump-Besuchs in Indien

Staatsbürgerschaftsgesetz : Tote bei Protesten während Trump-Besuchs in Indien

Der Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in Indien wird von gewaltsamen Protesten gegen das neue Staatsbürgerschaftsgesetz überschattet. Bei Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern des Gesetzes wurden in der Hauptstadt Neu-Delhi mindestens zehn Menschen getötet, wie die Zeitung Indian Express am Dienstag berichtete.

Mehr als 150 weitere Menschen wurden verletzt.

Von der Gewalt habe er gehört, sagte Trump. Er habe aber nicht mit Premierminister Narendra Modi darüber geredet. Die Gewaltursache wollte Trump nicht kommentieren.

Der US-Präsident war für zwei Tage nach Indien gereist. Nach Gesprächen mit Modi in Neu Delhi verkündete Trump am Dienstag dann, Indien habe einen Verkaufsvertrag von mehr als drei Milliarden Dollar für Militärausrüstung einschließlich Hubschraubern unterzeichnet. Die beiden hätten außerdem Fortschritte in ihren Gesprächen über einen Handelspakt gemacht.

Mit Blick auf das umstrittene Staatsbürgerschaftsgesetz sagte Trump, Religionsfreiheit sei Thema mit Modi gewesen und dieser sei dahingehend „unglaublich“. „In Indien haben sie sehr hart für eine großartige und offene Religionsfreiheit gearbeitet.“ Modi wolle, dass die Menschen ihre Religion frei ausüben könnten. Das Gesetz sieht eine schnellere Einbürgerung so mancher im Ausland geborener Angehöriger religiöser Minderheiten vor. Davon ausgenommen sind allerdings Muslime, weshalb Kritiker darin einen Versuch sehen, Muslime zu diskriminieren.