Saudische Luftangriffe im Jemen: Schlag gegen Huthi-Rebellen

Schlag gegen Huthi-Rebellen : Saudische Luftangriffe gegen Ziele im Jemen

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat im Jemen rund um die umkämpfte Hafenstadt Hudaida mehrere Ziele der Huthi-Rebellen angegriffen. Dabei seien vor allem Produktionsstätten von Sprengstoffbooten und Seeminen angegriffen worden, berichtete die saudische Nachrichtenagentur SPA am Freitag.

Zuvor sei ein ferngelenktes Sprengstoffboot zerstört worden. Die Boote und Minen stellten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt im südlichen Teil des Roten Meeres dar.

Saudi-Arabien führt eine Allianz arabischer Staaten an, die im Jemen seit Jahren gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen kämpft. Ein Sprecher der Huthi-Rebellen warf Saudi-Arabien vor, gegen eine Feuerpause zu verstoßen, die mit Unterstützung der Vereinten Nationen verhandelt worden war. Es sei eine gefährliche Eskalation der Situation, die den in Schweden angestoßenen Prozess unterlaufen würde. Die Vereinten Nationen hatten im vergangenen September eine Feuerpause für die wichtige Hafenstadt Hudaida und einen schrittweisen Rückzug der Kriegsparteien aus der Stadt ausgehandelt. Die Häfen der Region sind für die Versorgung des bitterarmen Jemens mit Hilfsgütern von großer Bedeutung. Am vergangenen Samstag waren saudische Ölanlagen in Abkaik und Churais von Raketen und Drohnen angegriffen und schwer beschädigt worden. Jemens Huthi-Rebellen reklamierten die Bombardierung für sich.

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