Riad will entschlossenere Reaktion auf Bombardierung von Ölanlangen

Nach den Drohnenangriffen : Die Sorge vor einer Eskalation am Golf wächst weiter

Die hochgerüstete Regionalmacht Saudi-Arabien ist verwundet, US-Präsident Donald Trump steckt in einer Zwickmühle: Die Bombardierung von Ölanlangen in Saudi-Arabien, die Washington dem Iran zuschreibt, zieht weite Kreise.

In der Region droht eine militärische Eskalation.

Saudi-Arabien rief die internationale Gemeinschaft zu einer entschlosseneren Reaktion auf, um weitere Angriffe zu verhindern. Die Verantwortlichen für diese „Aggressionen“ müssten zur Verantwortung gezogen und abgeschreckt werden, teilte das Kabinett am Dienstag in Riad mit. Das Land werde sich verteidigen. Jemens Huthi-Rebellen, die sich zu den Attacken bekannt hatten und vom Iran unterstützt werden, drohten dem Königreich jedoch mit neuen Angriffen. Sie sehen darin eine Vergeltung für die saudische Intervention im Jemen.

US-Präsident Donald Trump nahm nach den Angriffen den Iran als möglichen Verantwortlichen ins Visier. „Es sieht danach aus“, dass der Iran hinter den Angriffen stecke, sagte er in Washington. Trump betonte, die USA wollten keinen Krieg mit Teheran. Gleichzeitig sagt er immer wieder, dass die US-Streitkräfte für alle Einsätze bereit seien.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg rief die Konfliktparteien zu einer Deeskalation der Spannungen auf. „Jegliche Beeinträchtigung der globalen Energieversorgung ist für die Nato-Alliierten eindeutig besorgniserregend“, sagte der Norweger. Er appelliere an alle Parteien, weitere Vorfälle zu vermeiden, die eine ernsthafte Gefahr für die regionale Sicherheit darstellen könnten. Die Ölpreise gaben am Dienstag nach dem ersten Schock etwas nach.

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