Rennen um Premierminister-Posten in Großbritannien ist verschwendete Zeit

Tories suchen neuen Premierminister : Verschwendete Zeit

Hinter der hochgespielten Marke Boris Johnson steckt nicht viel mehr als ein Hallodri. Denn er hat weder eine Brexit-Strategie, die den Realitätscheck bestehen würde, noch zeigt er Interesse an Details oder fährt mit einem Plan auf.

Trotzdem wird er wohl Premierminister.

In normalen Zeiten würde es der substanzlose Egozentriker nicht einmal in die Nähe der Downing Street schaffen. Doch dies sind keine normale Zeiten. Das Königreich steckt in einer historischen Krise und wie es aus dieser wieder herauskommen soll, ist unklar. Auch mit Außenminister Jeremy Hunt sieht die Zukunft kaum rosiger aus. In Sachen Brexit ist er schwankend. Die Verhandlungen mit der EU will Hunt wieder aufnehmen. Damit würde er scheitern. Sollten sich nämlich die roten Linien der Briten nicht ändern, sind die Gespräche abgeschlossen. Der Deal liegt auf dem Tisch, die Geduld in Brüssel ist zu Recht am Ende. Man müsste annehmen, die Briten fühlten sich unter Zugzwang. Stattdessen verschwenden sie abermals Zeit mit dem wochenlangen Kampf um den Parteivorsitz.

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