Rechtskonservativer Politiker Giammattei gewinnt Präsidentenwahl in Guatemala

58 Prozent nach der Stichwahl : Rechtspolitiker gewinnt Wahl in Guatemala

(epd) Der rechtskonservative Politiker Alejandro Giammattei hat die Präsidentenwahl in Guatemala gewonnen. Der 63-Jährige kam in der Stichwahl um das höchste Staatsamt auf rund 58 Prozent der Stimmen, wie die Nationale Wahlbehörde am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte.

Seine Kontrahentin, die Sozialdemokratin Sandra Torres, erhielt 42 Prozent. Torres hatte nach dem ersten Wahlgang mit großem Vorsprung geführt. Giammattei, der dem Militär und der extremen Rechten nahesteht, hatte im Wahlkampf versprochen, die Korruption und die Bandenkriminalität zu bekämpfen. Er will die Todesstrafe wieder einführen und lehnt die Homo-Ehe sowie Abtreibungen kategorisch ab. Wegen eines brutalen Einsatzes während seiner Zeit als Chef der Gefängnisverwaltung saß Giammattei 2007 in Haft, wurde aber freigesprochen. Der künftige Staatschef gilt als Gegner des mit den USA abgeschlossenen Migrationsabkommens. Es verpflichtet Guatemala als „sicheren Drittstaat“ zur Rücknahme von Migranten, die über das mittelamerikanische Land in die USA reisen.

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