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Pakistan mit entscheidender Testphase für Corona-Impfstoff

Präparat aus China : Pakistan mit entscheidender Testphase für Corona-Impfstoff

In Pakistan geht ein chinesischer Corona-Impfstoff in die entscheidende Phase der Erprobung.

Bereits 10 000 Freiwillige hätten sich für die klinischen Tests der Phase III registriert, sagte Hasan Abbas Zaheer, leitender Koordinator, am Dienstag. Nur ganz wenige Impfstoffe sind weltweit bislang in dieser Testphase, bei der gezeigt werden soll, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Noch konnte das aber für keinen Impfstoff gezeigt werden.

Die Studie wird von Pakistans Institut für Gesundheit (NIH) überwacht. Entwickelt wurde das Programm von der chinesischen Firma CanSino und dem Pekinger Institut für Biotechnologie. Die Studie wird zudem in China, Russland, Chile und Argentinien durchgeführt. In den kommenden Tagen sollen die ersten Probanden in Pakistan mit dem Wirkstoff „Ad5-nCoV“ geimpft werden. Nach ein paar Monaten wollen die Behörden ihre Ergebnisse dann mit den Chinesen teilen. Auch Saudi Arabien hatte zuletzt angekündigt, klinische Test der Phase 3 mit dem chinesischen Impfstoff durchführen zu wollen.

In China arbeiten eine ganze Reihe von Unternehmen an einem Corona-Impfstoff. Jedoch gibt es bislang kein Präparat, das sämtliche erforderlichen Tests für eine Marktzulassung durchlaufen hat. Der jetzt in Pakistan zu testende Impfstoff war bereits Ende Juni von Chinas Regierung zur eingeschränkten Nutzung für das Militär freigegeben worden. „Ad5-nCoV“ sei strikt auf den militärischen Gebrauch begrenzt und könne ohne weitere Genehmigungen nicht in der breiteren Bevölkerung eingesetzt werden, hieß es. Bis zuletzt gab es keine Informationen dazu, ob und in welchem Umfang der Impfstoff bei Soldaten bereits eingesetzt wurde.

Als erstes Land überhaupt hatte Russland vergangene Woche einen Impfstoff für die breite Anwendung in der Bevölkerung zugelassen. Dafür gab es Kritik: Wichtige Tests stehen noch aus, weder die Wirksamkeit noch die Nebenwirkungen lassen sich derzeit fundiert beurteilen.

(dpa)