Mit dem Sieg von Alberto Fernández kehren die linken Peronisten in Argentinien wieder an die Regierung zurück.

Alberto Fernández gewinnt Präsidentschaftswahl : Machtwechsel in Argentinien

Mit dem Sieg von Fernández kehren die linken Peronisten wieder an die Regierung zurück.

(ap) Nach vier Jahren wirtschaftlichen Niedergangs unter dem konservativen Präsidenten Mauricio Macri rückt Argentinien politisch wieder nach links. Der Kandidat der Peronisten, Alberto Fernández, gewann am Sonntag in der ersten Runde die Präsidentenwahl gegen Macri. Der gestand seine Niederlage ein und lud am Montag zu einem Gespräch über die Amtsübergabe in den Präsidentensitz. Der Machtwechsel bedeutet auch ein Comeback für Macris umstrittene Vorgängern Cristina Kirchner, Fernández‘ Vize-Kandidatin.

Nach Angaben der Wahlbehörde erhielt Fernández 48,1 Prozent der Stimmen, Macri 40,4 Prozent – 97 Prozent der abgegebenen Stimmen waren da ausgezählt. Für den Sieg in der ersten Runde wurden 45 Prozent benötigt. „Heute ist Alberto Präsident aller Argentinier“, rief Kirchner am Sonntagabend aus.

Macri gratulierte noch am Wahlabend und lud ihn zum Frühstück in den Präsidentenpalast ein, um über den Übergang zu sprechen. Fernández sagte, er werde auf die Unterstützung von Macris Verwaltung angewiesen sein, um Argentinien aus der geerbten „Asche“ wieder aufzubauen. Die Inflationsrate stieg in den vier Jahren unter Macri auf eine der höchsten in der Welt, fast ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, und die Währung stürzte ab. Dabei war Macri 2015 angetreten, die zweitgrößte südamerikanische Wirtschaft wieder nach oben zu führen.

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