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Maas warnt vor Gefahr für Weltfrieden durch Krise nuklearer Abrüstung

Gegen nukleare Aufrüstung : Maas wirbt für atomwaffenfreie Welt

Der Außenminister pocht in Stockholm auf mehr Anstrengungen zur Abrüstung.

Deutschland und weitere Länder ohne Nuklearwaffen haben in Stockholm über mögliche Schritte auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt beraten. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte nach dem Ministertreffen am Dienstag, das Thema Abrüstung stehe derzeit überhaupt nicht auf der politischen Agenda, wo es aber hingehöre. Deutschland habe ein großes Interesse daran, weiter über die Bemühungen zu sprechen, sagte der SPD-Politiker. Er habe deshalb angeboten, eine nächste Runde Anfang nächsten Jahres in Berlin stattfinden zu lassen.

Bei dem Treffen diskutierten die Minister, wie ihre Regierungen in der Abrüstungsfrage und im Bemühen um eine Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen gemeinsam politischen Druck erzeugen können. Das schwedische Außenministerium hatte dafür neben Maas auch Vertreter aus Argentinien, Äthiopien, Finnland, Indonesien, Japan, Jordanien, Kanada, Kasachstan, den Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, der Schweiz, Spanien und Südkorea eingeladen. „Unser gemeinsames Ziel ist eine Welt ohne Atomwaffen“, erklärten die 16 Länder. Maas hatte bereits vorab gewarnt, dass die Bemühungen um nukleare Abrüstung in der Krise steckten. „Das ist eine Gefahr für den Weltfrieden. Wir müssen dem Negativtrend etwas entgegensetzen.“ Dabei müsse verhindert werden, dass weitere Staaten in den Besitz von Atomwaffen kommen.