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Länder in Europa schränken öffentliches Leben wegen Corona-Krise weiter ein

Corona-Krise : Länder in Europa schränken öffentliches Leben weiter ein

Im Kampf gegen das Coronavirus haben mehrere europäische Länder das öffentliche Lebens weiter eingeschränkt. In Großbritannien trat am Montagabend eine dreiwöchige Ausgangssperre in Kraft. Für die Briten gelte eine „sehr einfache Anweisung – Sie müssen zu Hause bleiben“, sagte Premierminister Boris Johnson in einer Fernsehansprache.

Die Menschen dürfen nur noch zum Einkaufen, zum Arbeiten, für Arzttermine und sportliche Aktivitäten außer Haus. Auch Versammlungen von mehr als zwei Menschen sind in Großbritannien vorerst verboten.

In Frankreich kündigte Premierminister Édouard Philippe eine Verschärfung der Ausgangssperre an. Körperliche Betätigung im Freien wird seit Dienstag strikt eingeschränkt. Joggen oder Spazierengehen dürfen die Franzosen nur noch im Umkreis von einem Kilometer um ihren Wohnort und nur noch einmal täglich maximal eine Stunde lang. Die meisten Märkte müssen schließen.

In den Niederlanden verlängerte die Regierung das Versammlungsverbot bis 1. Juni. Sollte das Verbot nicht eingehalten werden, werde eine Ausgangssperre verhängt, warnte Ministerpräsident Mark Rutte. In den niederländischen Läden und im öffentlichen Nahverkehr müssen nun außerdem Maßnahmen ergriffen werden, um einen Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Menschen zu gewährleisten.

Europaweit stieg die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionsfälle laut einer Zählung der Nachrichtenagentur afp auf mehr als 200 000. Mit mehr als 10 000 Toten ist Europa der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent.