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Kommentar zur Strategie der EU-Kommission im Kampf gegen Krebs

Kommentar : Mehr als nur eine Strategie

Über die Notwendigkeit, den Kampf gegen den Krebs zu intensivieren, muss man nicht diskutieren. Was zählt, sind geeignete Strategien, die allen Bürgern in den 27 Mitgliedstaaten Zugang zu hochqualifizierten Einrichtungen für die Früherkennung, die Behandlung und die Nachsorge bieten.

Tatsächlich aber gibt es ein erschreckendes Ost-West-Gefälle. Das hat viel mit mangelnden Ressourcen zu tun. Deshalb ist einer der entscheidenden Hinweise, die am Mittwoch gegeben wurden, der Verweis auf die Verwendung der Wiederaufbau-Gelder, die für eine verbesserte Struktur des Gesundheitswesens eingesetzt werden dürfen. Die gut vier Milliarden Euro, die Brüssel in das Programm gegen Krebserkrankungen stecken will, sind jedoch für Forschung, Innovation und Ausbau des Netzes an Spezialkliniken nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber wenn sich Kommunen, Regionen und die Länder mit Europa zusammentun und noch finanzstarke Partner aus der Industrie ins Boot holen, kann diese Strategie zur Initialzündung werden, um Defizite zu beseitigen.