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Frankreich im Kampf gegen die zweite Welle der Corona-Epidemie

Kampf gegen zweite Welle : Frankreich plant neue Corona-Maßnahmen

Im Kampf gegen die zweite Welle der Corona-Epidemie will die französische Regierung die Schraube weiter anziehen.

Neue Maßnahmen seien unerlässlich, teilte Premierminister Jean Castex auf Twitter mit. Ins Detail ging er dabei nicht. Staatschef Emmanuel Macron werde sich am Mittwoch an seine Landsleute wenden, hieß es in Kreisen des Élyséepalastes ohne weitere Einzelheiten. Auch andere europäische Länder setzen auf schärfere Maßnahmen - so dürfen Menschen in Tschechien nun ihre Häuser nachts nicht mehr verlassen.

In Frankreich wird über eine mögliche Ausweitung der bereits geltenden nächtlichen Ausgangssperre in 54 Départements oder einen Lockdown spekuliert, also eine weitere Einschränkung des öffentlichen Lebens - entweder auf nationaler Ebene oder in einzelnen, besonders betroffenen Regionen. Regierungschef Castex kündigte für Donnerstag eine Erklärung im Parlament an.

Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Die Zahl der Neuinfektionen erreichte in der vergangenen Woche mehrmals Spitzenwerte. Auch die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten Todesopfer binnen 24 Stunden stieg stark an - am Dienstagabend meldeten die Behörden 523. Damit wurde wieder das hohe Niveau vom April erreicht. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt nun bei 35.500.

Am Sonntagabend wurden erstmals seit Beginn der großflächigen Testungen mehr als 52.000 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden erfasst. Es gilt bereits eine nächtliche Ausgangssperre für rund zwei Drittel der Einwohner, also rund 46 Millionen Menschen.