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Die Invasion am D-Day läutete das Ende vom Nazi-Regime ein

D-Day : Invasion war der Anfang vom Ende des Nazi-Regimes

Mehr als 150 000 Soldaten, darunter Amerikaner, Briten, Kanadier, Polen und Franzosen, gingen am 6. Juni 1944 in der Normandie an Land, um Europa vom Nazi-Regime zu befreien. Über 130 000 Wehrpflichtige wurden von mehreren Tausend Landungsbooten an die von den Nazis besetzten französischen Strände gebracht, die sich die Alliierten aufteilten.

Mehr als 5000 Briten und Franzosen landeten an den Küstenabschnitten Sword Beach und Gold Beach, über 20 000 Kanadier auf dem Juno-Beach, etwa 58 000 US-Soldaten an den Stränden Omaha und Utah.

Am Mittwoch und Donnerstag wird in Großbritannien und Frankreich mit großen Festakten an den 75. Jahrestag der Invasion erinnert. Die Operation Neptune gilt als größte Militäroperation der Geschichte und begann bereits am Vorabend des 6. Juni:

Laut einer Übersicht der Nachrichtenagentur AFP starteten am 5. Juni um 22.15 Uhr von Großbritannien aus die ersten Flugzeuge mit britischen und US-Fallschirmjägern. Um kurz nach Mitternacht sprangen die ersten Aufklärer über der Normandie ab, um die Landeplätze für die folgenden Fallschirmjäger zu markieren. Zugleich bombardierten alliierte Flugzeuge deutsche Stellungen. Die gigantische Flotte mit 1200 Kriegsschiffen und 3100 Landungsbooten kam im Morgengrauen gegen 5 Uhr vor den Stränden der Normandie an. Die eigentliche Landung begann um 6.30 Uhr. Um 9.30 Uhr gab US-General Dwight D. Eisenhower in der BBC die Invasion in Frankreich offiziell bekannt.

Die Deutschen hatten ein alliiertes Landungsunternehmen seit Langem erwartet, jedoch an der schmalsten Stelle des Ärmelkanals bei Calais. Dort hatten die Deutschen den „Atlantikwall“ – eine 2685 Kilometer lange Verteidigungslinie von Norwegen bis Südfrankreich – am stärksten ausgebaut. Die Invasion traf die Wehrmacht daher unvorbereitet. Und so konnten die Alliierten noch am 6. Juni die ersten Brückenköpfe errichten – bei geringeren Verlusten als erwartet: Die Invasionsarmeen beklagten am D-Day insgesamt rund 12 000 Opfer, darunter 4400 Tote. Bei den Deutschen liegt die Zahl der Verwundeten, Vermissten und Gefallenen bei 4000 bis 9000 Mann.

Bis Ende Juli 1944 landeten 1,5 Millionen alliierte Soldaten in der Normandie. Sie kämpften gegen eine halbe Million deutsche Soldaten. Die Tage des NS-Regimes waren gezählt. Am 8. Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland schließlich.