China verspricht Reformen auf Seidenstraßen-Gipfel

Infrastrukturprojekt : China verspricht Reformen auf Seidenstraßen-Gipfel

China will der internationalen Kritik an seiner „Neuen Seidenstraße“ mit mehr Offenheit und Verbesserungen der Initiative begegnen. Auf dem Gipfel zu den großen Infrastrukturplänen am Freitag in Peking sagte Präsident Xi Jinping mehr Kooperation, Umweltschutz und Kampf gegen Korruption zu: „Alles sollte auf transparente Weise getan werden, und es wird Null-Toleranz für Korruption geben.“ Die Umsetzung der Projekte solle qualitativ verbessert werden.

Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA versprach Xi Jinping eine weitere Marktöffnung, gleiche Behandlung ausländischer Unternehmen und den Schutz des geistigen Eigentums. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) begrüßte die Ankündigungen als „sehr ermutigend“. Deutschland werde China beim Wort nehmen.

Zu dem zweitägigen Treffen sind Vertreter aus mehr als 100 Ländern angereist, darunter knapp 40 Staats- und Regierungschefs. Es ist nach 2017 der zweite Gipfel dieser Art. Chinas Initiative ist umstritten. Es geht um Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienenwege, Häfen und andere Infrastrukturprojekte. Damit will China neue Handelswege nach Europa, Afrika und Lateinamerika und in Asien bauen. Doch warnen Kritiker gerade arme Länder vor einer „Schuldenfalle“, politischen Abhängigkeiten von Peking und Schäden für die Umwelt.

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