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Alt-Bundespräsident tritt als UN-Sonderbeauftragter für Westsahara ab

Gesundheitliche Gründe : Horst Köhler legt Amt als UN-Sonderbeauftragter nieder

Horst Köhler (76), früherer Bundespräsident, ist nicht mehr UN-Sonderbeauftragter für den Westsahara-Konflikt. Köhler habe das Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt, hieß es in einer Mitteilung der Vereinten Nationen.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres dankte dem Altbundespräsidenten für dessen „unermüdliche und intensive Bemühungen“.

Köhlers Aufgabe als Sonderbeauftragter war es, den immer stärker eskalierenden Streit über die Zukunft der von Marokko besetzten Westsahara zu lösen. Marokko ist bislang nur bereit, der Westsahara eine Autonomie einzuräumen, und verweigert ein Referendum.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) würdigte Köhlers Einsatz: „Ihm ist es gelungen, nach mehr als einem Jahrzehnt des Stillstands alle Akteure an einem Tisch zu versammeln.“ Damit seien die Grundlagen für einen Verhandlungsprozess gelegt worden, so Maas. Nun sei es möglich, eine Lösung zu finden, „die es dem sahraouischen Volk erlauben würde, sein Recht auf Selbstbestimmung auszuüben“.