Auch Saar-Linke stellen sich gegen Bartsch

Auch Saar-Linke stellen sich gegen Bartsch

Saarbrücken/Berlin. Die Saar-Linken sollen wie andere westdeutsche Landesverbände in einem Schreiben an Fraktionschef Gregor Gysi Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch (Foto: ddp) zum Rücktritt aufgefordert haben. Ihr Vorsitzender Rolf Linsler sagte am Freitag zur SZ: "Zu vertraulichen Schreiben gebe ich grundsätzlich keine Auskunft

Saarbrücken/Berlin. Die Saar-Linken sollen wie andere westdeutsche Landesverbände in einem Schreiben an Fraktionschef Gregor Gysi Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch (Foto: ddp) zum Rücktritt aufgefordert haben. Ihr Vorsitzender Rolf Linsler sagte am Freitag zur SZ: "Zu vertraulichen Schreiben gebe ich grundsätzlich keine Auskunft." Gysi und der Parteivorsitzende Oskar Lafontaine hatten sich am Donnerstagabend in Saarbrücken getroffen. Dabei ging es auch um das angespannte Verhältnis zwischen Lafontaine und dem aus Ostdeutschland stammenden Bartsch. Lafontaine wird sich nach seiner Krebsoperation wohl erst in einigen Wochen zu seiner politischen Zukunft äußern. Es müsse noch eine Reihe von Untersuchungen abgewartet werden, sagte der Politiker der SZ. Unterdessen war aus dem Umfeld des Parteichefs zu hören, dass Lafontaine - sofern es sein Gesundheitszustand erlaubt - am 19. Januar am Neujahrsempfang der Bundestags-Linken in Saarbrücken teilnehmen wird. Offen bleibt, ob er bei dieser Gelegenheit auch eine Rede hält. Über seine Zukunfts-Pläne will er sich bei dem Empfang nicht äußern. Bei der Klausurtagung der Linksfraktion im Bundestag an diesem Montag in Berlin ist Lafontaine nicht dabei. gp/dpa