Atommüll-Lager Asse jetzt unter Kommando von Strahlenschutzamt

Berlin/Hannover. Nach den Pannen im niedersächsischen Atommüll-Lager Asse übernimmt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Betrieb. Das Amt, das Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) untersteht, löst das in die Kritik geratene Helmholtz-Zentrum München ab. Dieses gehört mehrheitlich dem Bundesforschungsministerium

Berlin/Hannover. Nach den Pannen im niedersächsischen Atommüll-Lager Asse übernimmt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Betrieb. Das Amt, das Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) untersteht, löst das in die Kritik geratene Helmholtz-Zentrum München ab. Dieses gehört mehrheitlich dem Bundesforschungsministerium. Das vereinbarten Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU), Gabriel und der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) gestern in Berlin. Für Ende des Jahres 2008 kündigte Anette Schavan das Schließungskonzept für das einsturzgefährdete und und radioaktiv verseuchte ehemalige Salzbergwerk Asse an. Das Helmholtz-Zentrum München hatte eine Flutung der Anlage vorgeschlagen, was aber bei Umweltexperten wegen möglicher Austritte radioaktiver Stoffe an die Oberfläche auf schroffe Ablehnung stößt. Schavan ließ die Frage unter Hinweis auf einen Vergleich von Alternativen offen. Experten gingen bisher davon aus, dass das Bergwerk für abschließende Arbeiten nur noch bis 2014 sicher sei. Diese Frist kann sich aber nach neuesten Schätzungen um etwa zehn Jahre verlängern. dpa

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