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Atombehörde für weltweit einheitliche Sicherheitsprüfungen

Atombehörde für weltweit einheitliche Sicherheitsprüfungen

Wien. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, will, dass seine Organisation künftig weltweit alle Atomkraftwerke bindend auf ihre Sicherheit überprüfen darf. Alle Staaten mit Nuklearanlagen sollten regelmäßigen und systematischen Sicherheitschecks von IAEA-Inspektoren zustimmen, forderte der Japaner gestern in Wien zum Auftakt einer Sonderkonferenz

Wien. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, will, dass seine Organisation künftig weltweit alle Atomkraftwerke bindend auf ihre Sicherheit überprüfen darf. Alle Staaten mit Nuklearanlagen sollten regelmäßigen und systematischen Sicherheitschecks von IAEA-Inspektoren zustimmen, forderte der Japaner gestern in Wien zum Auftakt einer Sonderkonferenz. Bisher gibt es international keine verpflichtenden Sicherheitsstandards, Atomsicherheit ist Sache der Staates.Zudem forderte Amano weltweite Stresstests, in denen alle Nuklearanlagen etwa auf Erdbeben- und Tsunamisicherheit kontrolliert werden sollen. Auch die von der IAEA formulierten Sicherheitsstandards sollten überarbeitet werden: "Wir müssen die IAEA-Sicherheitsstandards stärken und sicherstellen, dass alle sie anwenden." In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Japan sich nicht an alle Empfehlungen der Atombehörde gehalten hatte. "Selbst die besten Standards sind nutzlos, wenn sie nicht umgesetzt werden", sagte der Japaner. Er nannte den Unfall von Fukushima eine der schwersten und schwierigsten Katastrophen, mit der Menschen je umgehen mussten. dpa