Atom-Behörde besorgt: Iran könnte an Atomwaffe bauen

Wien. Der Iran könnte nach Auffassung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA an einer Atomwaffe arbeiten. Dies geht aus einem neuen Iran-Bericht der UN-Behörde hervor. In dem Report zeigte sich die IAEA besorgt über ihr vorliegende Informationen, wonach das islamische Land bereits an einem Atomwaffensprengkopf bauen könnte

Wien. Der Iran könnte nach Auffassung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA an einer Atomwaffe arbeiten. Dies geht aus einem neuen Iran-Bericht der UN-Behörde hervor. In dem Report zeigte sich die IAEA besorgt über ihr vorliegende Informationen, wonach das islamische Land bereits an einem Atomwaffensprengkopf bauen könnte. Yukiya Amano, der neue Generaldirektor der Behörde, sprach von "in sich schlüssigen und glaubhaften" Informationen zu möglichen Aktivitäten, die im Zusammenhang mit Nuklearwaffen stehen könnten. Der Bericht listet eine Reihe von Aktivitäten auf, die "anscheinend auch nach 2004 fortgesetzt wurden". Dazu zählen Arbeiten an nuklearen Sprengstoffen, die für militärische Zwecke genutzt werden könnten. Es ist das erste Mal, dass die in Wien ansässige Behörde in einem Bericht so konkret von einer nuklearen Bedrohung durch den Iran spricht. Teheran hat in der Vergangenheit immer wieder beteuert, mit seinem Atomprogramm nur friedliche Zwecke zu verfolgen, wie etwa den Betrieb medizinischer Forschungsanlagen. Nach dem Scheitern eines Atomdeals mit der IAEA und den Weltmächten hatte das Land in der vergangenen Woche mit einer höheren Urananreicherung auf 20 Prozent begonnen.dpa

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort