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Personeller Aderlass bei der Deutschen Bank

Kommentar : Personal muss das Versagen ausbaden

Nur wenige hätten dem erst seit dem 8. April 2018 amtierenden und bisher jüngsten Vorstandschef  Christian Sewing zugetraut, dass er beim Umbau der krisengeschüttelten Deutschen Bank so radikal durchgreifen würde.

18 000 Mitarbeiter werden ihre Arbeit verlieren.  Die vom Personalabbau Betroffenen müssen die Fehler von zahlreichen Vorgängern von Sewing ausbaden, die mit millionenschweren Gehältern sowie einem elitären Gehabe die einstige Spitzenbank der Republik erst in diese Dauerkrise hineinmanövriert haben. Das Image ist schwer angeschlagen, was man auch am Aktienkurs verfolgen konnte. Dass Sewing nun selbst die Verantwortung für das Investmentgeschäft übernimmt, das die Bank schwer belastet, ist ein erster Schritt. Es muss ihm gelingen, strategisch zu überzeugen, Ruhe in die Bank zu bringen und den verbleibenden Mitarbeitern eine Perspektive zu bieten. Sonst läuft die Bank Gefahr, im weltweiten Wettbewerb mit immer mehr Angeboten für Kunden vom Markt zu verschwinden.