Wissenschaftler halten Ausrottung der Malaria bis 2050 für möglich

Infektionskrankheiten : Experten: Ausrottung der Malaria bis 2050 möglich

Führende Malaria-Experten halten die Ausrottung der Krankheit bis zum Jahr 2050 für möglich. Dies sei ein „mutiges, aber erreichbares Ziel“, schrieben die Forscher im Medizinmagazin The Lancet.

Die Experten rufen die Weltgesundheitsorganisation auf, sich diesem Ziel zu verpflichten.

Bereits in den vergangenen Jahren habe sich die Situation verbessert, heißt es. So sei Malaria im Jahr 2016 in 86 Ländern weltweit aufgetreten, im Jahr 2000 waren es noch 106 Länder. Zugleich seien die Ausgaben zur Bekämpfung auf nationaler und internationaler Ebene von 1,5 Milliarden auf 4,3 Milliarden US-Dollar pro Jahr angestiegen. Nötig seien zusätzlich etwa zwei Millionen US-Dollar jährlich, um das Ziel einer Malaria-freien Welt zu erreichen, so die Forscher. Bis heute erkranken jedes Jahr rund 200 Millionen Menschen an der Infektionskrankheit. Rund 435 000 Menschen sterben, allen voran Kinder. Zwischen 2015 und 2017 war die Zahl der Malariafälle erstmals seit Jahren wieder angestiegen.

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