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Welcher Welpe ist der richtige?

Welcher Welpe ist der richtige?

Chicago. Nach seinem Wahlsieg muss sich Barack Obama an die Erfüllung seiner Wahlversprechen machen. Neben den weltpolitischen Herausforderungen droht nun aber auch Obamas Versprechen an seine beiden Töchter Malia (10) und Sasha (7) zu einer kniffligen Angelegenheit zu werden

Chicago. Nach seinem Wahlsieg muss sich Barack Obama an die Erfüllung seiner Wahlversprechen machen. Neben den weltpolitischen Herausforderungen droht nun aber auch Obamas Versprechen an seine beiden Töchter Malia (10) und Sasha (7) zu einer kniffligen Angelegenheit zu werden. "Ihr habt euch den neuen Welpen verdient, der mit uns ins Weiße Haus einzieht", versicherte er ihnen bei seiner Siegesrede in Chicago vor hunderttausend begeisterten Anhängern.

Schwierige Suche

Doch die Suche nach dem versprochenen Familienhund gestaltet sich schwieriger als gedacht. Malia, hat eine Allergie gegen Hundehaare, erzählte der künftige US-Präsident am Freitagabend bei einer Pressekonferenz in Chicago. Deshalb dürfe der künftige tierische Bewohner im Weißen Haus nicht allergieauslösend sein. Es gebe einige solcher Rassen, sagte Obama.

Doch der designierte Präsident wünscht sich auch einen Hund aus dem Tierheim. "Viele der herrenlosen Hunde sind Mischlinge wie ich", fuhr der Sohn eines Kenianers und einer weißen US-Bürgerin fort. Dennoch versprach Obama, das Hundeproblem so schnell wie möglich zu lösen: "Es ist eine dringend zu beantwortende Frage bei den Obamas."

Seit der künftige Präsident seinen Töchtern sein Versprechen gab, rätseln die US-Bürger landauf, landab, wer wohl als neuer "First Puppy", also als "erster" Hundewelpe ins Weiße Haus einziehen wird. Auch in Internetforen wird die Frage diskutiert. Und während das US-Magazin "New Yorker" "Bark Obama", "Swing Vote" oder "Checkers" als Namen vorschlägt, spielt ein Teilnehmer einer Internet-Umfrage der britischen Zeitung "Guardian" auf Sarah Palin, die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin, an. Er meint: "Put some lipstick on it and call it Sarah" (Trage Lippenstift auf und nenne ihn Sarah.)

Viele Vorgänger

Wegen Malias Allergie bot der Verein der amerikanischen Hundezüchter der künftigen Präsidentenfamilie seine Hilfe an. Er empfahl einen Pudel. Dieser sei nicht nur für Allergiker geeignet, sondern auch ein idealer Familienhund. Eine Umfrage zeigt übrigens, dass die meisten US-Bürger einen Pudel am Ende der Hundeleine ihres künftigen Präsidenten Barack Obama sehen.

Welcher Hund auch immer als "First Puppy" im Weißen Haus einziehen mag: Er wird sich an zahlreichen Vorgängern messen lassen müssen. "Brauchst du einen Freund in Washington, kauf einen Hund", wusste schon der 33. US-Präsident Harry S. Truman. George W. Bushs Scottish Terrier Barney posierte kürzlich noch staatshündisch an Halloween mit Sternenbanner-Halstuch vor Kürbissen. Er wird seinen Hundenapf bald in anderem Ambiente stehen haben. Und auch Laura Bushs Hundedame Miss Beazly muss ausziehen. Tierische Konflikte gab es im Weißen Haus während Bill Clintons Präsidentschaft. Der braune Labrador Buddy und Katze Socks vertrugen sich nicht. Die ehemalige "First Cat" lebt inzwischen bei einer Freundin der Familie. afp/dpa