Chronologie: Was nach dem Loveparade-Unglück geschah

Chronologie : Was nach dem Loveparade-Unglück geschah

Die Loveparade in Duisburg am 24. Juli 2010 war als fröhliches Fest geplant. Sie endete in einer Katastrophe mit 21 Toten und mindestens 652 Verletzten.

31. Juli 2010: Bei einer Trauerfeier nehmen Tausende in Duisburg Abschied von den Opfern.

18. Januar 2011: Die Staatsanwaltschaft Duisburg nimmt Ermittlungen gegen den damaligen Polizei-Einsatzleiter sowie gegen Mitarbeiter der Stadt und des Veranstalters Lopavent auf. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) und Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller gehören nicht dazu.

24. Juli 2013: Am Unglücksort wird eine Gedenkstätte mit 21 Holzkreuzen und einer Gedenktafel eröffnet.

10. Februar 2014: Die Staatsanwaltschaft Duisburg erhebt Anklage gegen sechs Mitarbeiter der Stadt und gegen vier Lopavent-Mitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.

5. April 2016: Das Duisburger Landgericht entscheidet, dass es keinen Strafprozess geben soll. Die Staatsanwaltschaft und mehrere Nebenkläger legen Beschwerde ein.

24. April 2017: Das Oberlandesgericht Düsseldorf gibt bekannt, dass es die Anklage nun doch zulässt.

8. Dezember 2017: Die Hauptverhandlung im Loveparade-Strafverfahren beginnt.

27. Juli 2020: Liegt mit Ablauf dieses Tages kein Urteil in erster Instanz vor, gelten die vorgeworfenen Taten als verjährt.

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