Vorerst keine Weltumseglung

Amsterdam. Vorläufiges Aus für einen großen Traum, aber keine Tränen: Die 13-jährige Niederländerin Laura Dekker darf zwar vorerst nicht mit ihrem Rekordversuch beginnen, als jüngster Mensch die Welt zu umsegeln. Doch Ende Oktober soll darüber neu entschieden werden. "Laura ist froh über dieses Urteil", berichteten Freunde

Amsterdam. Vorläufiges Aus für einen großen Traum, aber keine Tränen: Die 13-jährige Niederländerin Laura Dekker darf zwar vorerst nicht mit ihrem Rekordversuch beginnen, als jüngster Mensch die Welt zu umsegeln. Doch Ende Oktober soll darüber neu entschieden werden. "Laura ist froh über dieses Urteil", berichteten Freunde. Als die mit Spannung erwartete Entscheidung am Freitag vor dem Familiengericht in Utrecht verkündet wurde, war "Hollands Meernixe" nicht im Saal, sondern dort, wo sie am liebsten ist: Mit ihrer Jacht "Guppy" auf dem Wasser.

Zunächst bis zum 30. Oktober steht Laura nun unter der Aufsicht des Jugendamtes sowie einer Amsterdamer Kinderpsychologin. Die Vorsitzende Richterin wies einen Antrag der Behörde für Kinder- und Jugendschutz zurück, den Eltern die Vormundschaft über Laura generell zu entziehen. Auch die beantragte Einweisung der passionierten Seglerin in ein Kinderheim lehnte die Richterin ab. Sie schränkte aber das Sorgerecht der Eltern so ein, dass sie Laura bis zu einem anderslautenden Gerichtsbeschluss auf keinen Fall gestatten dürfen, zu der Weltumseglung aufzubrechen. Sollten sie dies dennoch tun, so machte die Richterin klar, würden sie die Aberkennung ihrer elterlichen Rechte riskieren. Dies gelte auch, wenn sie nicht bei der psychologischen Begutachtung Lauras kooperieren.

Die dafür vom Gericht bestellte Kinderpsychologin soll bis Mitte Oktober einen umfassenden Bericht über "Lauras Persönlichkeit, ihre psychischen Kapazitäten und ihre Entwicklung" vorlegen. Davon wird wesentlich abhängen, ob das Gericht am 26. Oktober eventuell doch noch grünes Licht für Lauras Weltumseglung gibt. Mehrfach verwies die Richterin darauf, dass Lauras geschiedenen Eltern kein Vorwurf gemacht wird, "nur weil sie den innigen Wunsch ihrer Tochter unterstützen". Sie seien keine verantwortungslosen Leute, die ihr Kind vernachlässigen. Allerdings muss Lauras Vater Dick Dekker dem Gericht noch genau erklären, welche Sicherheitsvorkehrungen es für Lauras große Seereise geben würde.

Von einer Auswanderung nach Neuseeland, wo Laura während einer Weltreise ihrer Eltern auf einem Segelboot zur Welt kam, ist keine Rede mehr. Die dortigen Behörden erklärten, sie würden eine Erlaubnis für die Weltumseglung genauso gründlich prüfen wie die niederländischen.

Den vorläufigen Stopp begründete das Gericht in Utrecht damit, dass ein zweijähriger Solo-Törn "Lauras seelische und geistige Belange sowie ihre Gesundheit ernsthaft bedrohen würde". Jeder Mensch werde auf so einer Reise mit Gefahren konfrontiert, darunter schwere Stürme und langanhaltende Flauten, bedrückende Einsamkeit und das Fehlen von Schlaf. Beim gegenwärtigen Stand könne Lauras Entwicklung während einer so langen Alleinfahrt durchaus gefährdet sein.

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