Vom Starkind zum Kinderstar

Vom Starkind zum Kinderstar

Hamburg. Gibt man in der Internet-Suchmaschine Google "Luna Schweiger" ein, bekommt man hunderte Treffer

Hamburg. Gibt man in der Internet-Suchmaschine Google "Luna Schweiger" ein, bekommt man hunderte Treffer. Dass sich die Zwölfjährige schon dadurch von vielen Altersgenossen mit einem ähnlich seltenen Namen erheblich unterscheidet, hat der Til-Schweiger-Sprössling inzwischen nicht mehr nur der Prominenz als "Tochter von" zu verdanken, sondern auch der ersten größeren Kinorolle.

In "Phantomschmerz" ist die Hamburgerin von heute an neben ihrem Vater auf der Leinwand zu sehen. Eine solche Rolle zu ergattern, sei bei dem Papa ein Kinderspiel, lästern natürlich sofort böse Zungen. "Es war die Idee des Regisseurs, Luna zu casten, nicht meine", kontert Schweiger. "Sie hat sich im Casting durchgesetzt und allen am besten gefallen." Als Promi-Tochter reiht sich Jung-Mimin Luna in eine Liste berühmter Vorbilder ein. Schauspieler-Kinder, die in die Fußstapfen ihrer erfolgreichen Eltern treten, gab es schon immer - ob in Hollywood oder Deutschland.

Die Liste ist lang und reicht in der internationalen Filmbranche von Liza Minnelli (Mutter: Judy Garland) und Michael Douglas (Vater: Kirk Douglas) über Jamie Lee Curtis (Vater: Tony Curtis), Isabella Rossellini (Mutter: Ingrid Bergman), Melanie Griffith (Mutter: Tippi Hedren) und Kiefer Sutherland (Vater: Donald Sutherland) bis hin zu Ben Stiller (Vater: Jerry Stiller) und Kate Hudson (Mutter: Goldie Hawn).

Auch in so mancher deutscher Schauspielerfamilie fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Bei Ben und Meret Becker, (Mutter: Monika Hansen, Vater: Rolf Becker, Stiefvater: Otto Sander), Monica Bleibtreus Sohn Moritz sowie Cosma Shiva Hagen, Enkelin von Eva-Maria Hagen und Tochter von Nina Hagen, denkt man inzwischen kaum noch daran, dass sie namhaften Familien entstammen. Anna Maria Mühe, Tochter von Jenny Gröllmann und Ulrich Mühe, wird ebenso gelobt wie Bernd Herzsprungs Tochter Hannah.

Dass der prominente Name dem Nachwuchs hilft, sich den Traum vieler Kinder und Teenager von der Schauspielerkarriere zu erfüllen, ist nahe liegend. Dass Filmleute Kinderrollen mit Nachwuchs aus eigenen Kreisen besetzten, spart bisweilen zudem aufwendige Castings und somit Zeit und Geld. Nicht zuletzt lässt sich der Streifen mit den prominenten Kindern besser vermarkten.

Luna Schweiger meistert ihre Rolle als Filmtochter in "Phantomschmerz" vorbildlich. "Ich bin total stolz, weil sie das ganz wunderbar gemacht hat", schwärmt Vater Til. Bereits in seinem Kinoerfolg "Keinohrhasen" hatten Luna und ihre drei Geschwister, die mit Schweigers Ex-Frau Dana in Hamburg leben, kurze Auftritte.

Luna Schweiger (rechts) und ihr Vater Til (links) im Film "Phantomschmerz". Foto: dpa.