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Versteck der Entführer umzingelt

Versteck der Entführer umzingelt

Sanaa. Die Verhandlungen über die Freilassung der im Jemen verschleppten deutschen Familie gestalten sich kompliziert. Wie gestern bekannt wurde, fordert der Anführer der Geiselnehmer von der Regierung die Freilassung seines Bruders und seines Sohnes sowie Geld

Sanaa. Die Verhandlungen über die Freilassung der im Jemen verschleppten deutschen Familie gestalten sich kompliziert. Wie gestern bekannt wurde, fordert der Anführer der Geiselnehmer von der Regierung die Freilassung seines Bruders und seines Sohnes sowie Geld. Die Polizei hat nach Hinweisen aus dem Kreis der Vermittler das Versteck der Geiselnehmer in der östlich von Sanaa gelegenen Ortschaft Nabaah ausfindig gemacht und umzingelt. Dutzende von Angehörigen des Entführer-Stammes wurden festgenommen, um die Geiselnehmer zum Nachgeben zu bewegen."Sicherheitskräfte haben das Haus isoliert und alle Zufahrten gesperrt", sagte ein Beamter des Innenministeriums. Ein Angriff sei aber mit Rücksicht auf die Sicherheit der Geiseln nicht geplant, verlautete aus diplomatischen Kreisen. Die jemenitischen Behörden hätten zugesichert, keine gewaltsame Befreiung zu versuchen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) telefonierte mit dem jemenitischen Ministerpräsidenten Ali Mudschawar. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, äußerten beide die Hoffnung, dass eine baldige Lösung gelingt.Auf organisierte Urlaubertouren in den Jemen hat sich die Entführung bislang nicht ausgewirkt. Die Studienreisen-Veranstalter Gebeco/Dr. Tigges und Ikarus Tours halten ihre Jemen-Programme aufrecht, erklärten Vertreter der Unternehmen. dpa