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Verbrechen in Rot am See und Güglingen werfen Fragen auf.

Zwei Tatorte, sieben Tote : Bluttaten in Baden-Württemberg

Zwei Tatorte, sieben Tote: Verbrechen in Rot am See und Güglingen werfen Fragen auf.

Zwei Verbrechen mit sieben Toten und mehreren Verletzten haben Baden-Württemberg erschüttert. Bei einem Zusammentreffen von Familienmitgliedern in Rot am See soll ein 26-Jähriger am Freitag seine ganze nähere Verwandtschaft getötet haben: Er erschoss mit einer halbautomatischen Waffe Vater und Mutter, Onkel, Tante und zwei Stiefgeschwister. Zwei weitere Verwandte verletzte er schwer, ein 68-Jähriger schwebte am Samstag noch in Lebensgefahr. Zwei Jungen im Alter von zwölf und 14 Jahren, Söhne der Stiefschwester des mutmaßlichen Täters, konnten sich bei Nachbarn in Sicherheit bringen. Zuvor hatte der Mittzwanziger sie mit seiner Waffe bedroht.

Im etwa 100 Kilometer entfernten Güglingen, ebenfalls ein ländlicher Ort bei Heilbronn, wurde ein 15-Jähriger getötet. Sein Vater und sein 17-Jähriger Bruder erlitten schwere Schnittverletzungen. Diese wies zwar auch der tote Teenager auf, ob sie aber für seinen Tod verantwortlich waren, war am Samstag noch ebenso unklar wie der Tathergang. Vater und Bruder waren am Sonntag noch nicht vernehmungsfähig.

Am Samstagnachmittag hatte der Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen den 26-jährigen Tatverdächtigen in Rot am See erlassen. Er hatte sich selbst bei der Polizei gemeldet. Kurz darauf wurde er vor dem Gebäude festgenommen, in dem und außerhalb dessen zwei beziehungsweise vier Leichen entdeckt wurden. Der Mann, der in dem Haus mit seinem 65-jährigen Vater lebte, war bislang strafrechtlich nicht aufgefallen.