USA empfehlen Brustkrebs- Vorsorge erst ab 50

USA empfehlen Brustkrebs- Vorsorge erst ab 50

New York/Washington. Frauen sollten sich nach einer neuen Empfehlung der US-Regierung erst vom 50. Lebensjahr an regelmäßigen Mammographien unterziehen. In seinen überarbeiteten Richtlinien kommt Washington zu dem Schluss, dass die Vorsorgeuntersuchung bei jüngeren Frauen ohne höheres Krebsrisiko mehr Gefahren als Vorteile mit sich bringt

New York/Washington. Frauen sollten sich nach einer neuen Empfehlung der US-Regierung erst vom 50. Lebensjahr an regelmäßigen Mammographien unterziehen. In seinen überarbeiteten Richtlinien kommt Washington zu dem Schluss, dass die Vorsorgeuntersuchung bei jüngeren Frauen ohne höheres Krebsrisiko mehr Gefahren als Vorteile mit sich bringt. Der zuständige Regierungsausschuss stellte seine Entscheidung am Montag in dem Fachblatt "Annals of Internal Medicine" vor. Sie basiert auf einer Analyse vorliegender Studien zum Einfluss von Mammographien als Mittel, um tödlichem Brustkrebs vorzubeugen. Der Empfehlung nach sollen sich zudem Amerikanerinnen zwischen 50 bis 74 Jahren nur noch alle zwei Jahre einer Mammographie unterziehen - statt wie bisher jährlich. Ärzten rät der Ausschuss davon ab, Patientinnen zum monatlichen Abtasten der Brüste zu drängen. Die Suche nach möglichen Knoten habe keine erhebliche Auswirkung auf die Zahl der Brustkrebstoten in den USA, heißt es in dem Bericht.Die amerikanische Krebsgesellschaft (American Cancer Society) will ihre Empfehlung für Frauen zwischen 40 und 50 Jahren nicht zurücknehmen, sich jährlich durchleuchten zu lassen, hieß es gestern in einem Online-Bericht der "Time". dpa